Deutsch
English
Русский

Verantwortlich:

Ärztliche Mitarbeiter:

Botulinumtoxin-Therapie

Unsere Ziele

Eine ungewollte Verkrampfung der Muskulatur, wie sie als Spastik nach einem Schlaganfall oder bei verschiedenen Formen der Dystonie vorkommt, kann zu einer deutlichen funktionellen Beeinträchtigung führen. Zusätzlich kann die Lebensqualität durch Schmerzen eingeschränkt werden. Darüber hinaus können soziale Probleme im Kontakt mit Mitmenschen auftreten, zum Beispiel im Rahmen eines vermehrten Blinzelns beim Blepharospasmus oder wegen einer Dystonie-bedingten Unfähigkeit, den Kopf gerade zu halten. Gezielte Injektionen von Botulinumtoxin in betroffene Muskeln erlauben eine Verminderung der ungewollten Verkrampfungen und der hieraus resultierenden Beschwerden.

Injektion von Botulinumtoxin in die betroffenen Muskeln

Terminvereinbarung

Frau Bonic  Mo - Do ab 13:30
Telefon:      0931-201-23768


Rezeptanforderung: NI_amb@ukw.de

Anwendungsgebiete

Einige der Erkrankungen, die in unserer Sprechstunde behandelt werden, sind:

  • Blepharospasmus
  • Spasmus hemifacialis
  • zervikale Dystonie
  • Schreibkrampf
  • fokale Spastik

Wir arbeiten eng mit den Spezialambulanzen für Bewegungsstörungen und Multiple Sklerose zusammen.

Praktischer Ablauf einer Behandlung mit Botulinumtoxin

Die Injektion von Botulinumtoxin erfolgt direkt in die betroffenen Muskeln, z. B. in Muskeln des Halses bei zervikaler Dystonie. Zunächst wird die Injektionsstelle mit Hautdesinfektionsspray gesäubert, um örtliche Infektionen zu vermeiden. Für die Therapie verwenden wir dünne Nadeln, um die Schmerzhaftigkeit der Injektionen zu reduzieren. Der Effekt der Therapie setzt nach etwa einer Woche ein und ist nach zwei bis drei Wochen am stärksten zu spüren. Da die Wirkung mit der Zeit nachlässt, wird die Therapie bei den meisten Patienten alle drei Monate wiederholt.

Mögliche Nebenwirkungen

Die Botulinumtoxintherapie wird in der Regel sehr gut vertragen. Systemische Nebenwirkungen (durch Ausbreitung des Botulinumtoxins im Körper) sind bei korrekter Anwendung nahezu ausgeschlossen. Lokale Nebenwirkungen (im Injektionsbereich) können in seltenen Fällen durch die Injektion oder eine stärker als beabsichtigte Toxinwirkung auftreten. Am häufigsten sind dabei blaue Flecken im Injektionsbereich, vor allem wenn Sie gerinnungshemmende Medikamente wie ASS oder Clopidogrel einnehmen. Eine übermäßige Schwäche der therapierten Muskulatur kann auftreten, ist aber nicht von Dauer (maximal drei Monate). Gefäß- und Nervenverletzungen sind äußerst selten, da die anatomischen Verhältnisse bekannt sind.

Kostenerstattung durch die Krankenkassen

Einige Erkrankungen können ohne vorherige Genehmigung durch die Krankenkasse behandelt werden, für andere muss zunächst eine Zusage der Kostenübernahme eingeholt werden... mehr lesen