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Elektromyographie

Bei der am häufigsten angewendeten Nadel-Elektromyographie sticht man mit einer Messelektrode in den zu untersuchenden Muskel und analysiert dessen schwache elektrische Eigenaktivität. Hierdurch ist eine Vielzahl von Rückschlüssen auf Störungen der Muskulatur möglich, die durch eine weniger invasive Methode nicht zu gewinnen sind. Das Gefühl beim Einstich der Nadelelektrode in den Muskel ist vergleichbar dem Nadeleinstich bei der Blutentnahme oder einer Medikamentenspritze.

Wir bemühen uns durch eine Vielzahl von Maßnahmen, die Untersuchung so wenig belastend wie möglich zu gestalten:

  • gezielte Lagerung für eine möglichst entspannte Körperhaltung
  • Beschränkung auf die Muskeln, die über den ausführlichen klinisch-neurologischen Befund hinausreichende wichtige Informationen geben
  • vorzugsweise Untersuchung weniger schmerzempfindlicher Muskeln
  • Benutzung verschieden starker Nadelelektroden, die auf den Muskel abgestimmt so dünn wie möglich sind
  • ausschließlich Verwendung von Einwegelektroden, die immer optimal scharf und damit weniger schmerzhaft als Mehrwegelektroden sind und kein Infektionsrisiko bergen
  • Verkürzung der Untersuchungszeit durch erfahrene Untersucher