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Elektrookulographie

Die Elektrookulografie dient der Analyse von Augenbewegungsstörungen. Bei Erkrankungen des Gleichgewichtssystems können verschiedene Arten eines krankhaften Augenzitterns auftreten, das man als Nystagmus bezeichnet. Wegen der häufigen Anwendung der Okulografie bei der Dokumentation des Nystagmus nennt man die Methode auch Elektronystagmografie. Für die Untersuchung macht man sich zu Nutze, dass das menschliche Auge zwischen Netzhaut und Hornhaut natürlicherweise einen elektrischen Ladungsunterschied aufweist wie eine sehr schwache Batterie. Durch in der Umgebung des Auges angebrachte Messelektrodenpaare können so auch geringe Augenbewegungen erfasst werden, die mit bloßem Auge für den Arzt nicht erkennbar sind. Die Augenbewegungen werden bei der Gleichgewichtsuntersuchung nicht nur im Ruhezustand, sondern auch nach langsamer Drehung des Untersuchten auf einem Drehstuhl sowie nach Spülung der Gehörgänge mit kaltem (27° C) und warmem (44° C) Wasser aufgenommen. Die Elektrookulografie bzw. Elektronystagmografie ist schmerzlos.