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Quantitative sensorische Testung

Die quantitative sensorische Testung (QST) dient der Untersuchung der Sensibilität, also der Fähigkeit, auf der Haut bestimmte Reize wie Kälte, Wärme, Berührung oder auch Druck wahrzunehmen. Mit Hilfe der Messung von Wahrnehmungsschwellen für diese unterschiedlichen Reize kann die Funktion verschiedener Nervenfasertypen untersucht werden. Zum Beispiel leiten ganz unterschiedliche Typen von Nervenfasern die Information für Wärme oder für leichte Berührung.

Empfindungsschwelle für Berührung

Empfindungsschwelle für feine mechanische Reize

Druckschmerzschwelle

Empfindungsschwelle für Spitz

Die QST kann hierdurch hilfreiche Zusatzinformationen bei der Diagnostik von Erkrankungen peripherer Nerven liefern. Dazu gehören zum Beispiel Erkrankungen, die die kleinen Nervenfasern in der Haut betreffen. Diese Haut-Nervenfasern können mit den üblichen klinisch-neurophysiologischen Messmethoden nicht erfasst werden. Man nennt die Erkrankungen dieser kleinen Nervenfasern auch „Small-Fiber-Neuropathien“. Die QST ist zudem ein nützliches Instrument um Erkrankungen, die mit neuropathischen Schmerzen oder Missempfindungen einhergehen, besser charakterisieren zu können und um so Ansatzpunkte für eine spezifische Therapie zu gewinnen. Wir führen QST-Messungen an Patienten durch, die stationär oder ambulant an unserer Klinik behandelt werden.