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Sektion 3: Neuroinflammation

Diese Sektion verwendet die Experimentelle Autoimmune Enzephalomyelitis (EAE) und Experimentelle Autoimmune Neuritis (EAN) als Modellsysteme zur Erforschung der Pathogenese der Multiple Sklerose bzw. Polyneuritis. Parallel  kommen traumatische Nervenläsions- und Regenerationsmodelle (Quetschung des N. ischiadicus und N. opticus) und die fokale Demyelinisierung am peripheren Nerven mittels Lysolecithin  zum Einsatz. Die Vielfalt der Modellsysteme ermöglicht den direkten Vergleich der Bedeutung von immunologischen Faktoren und Zellen zwischen primär entzündlichen und degenerativen Erkrankungen des ZNS und PNS mit sekundärer entzündlicher Komponente.
Es bestehen enge Kooperationen zu den Arbeitsgruppen von
Frau Prof. Dr. C. Sommer,
PD Dr. A. Weishaupt,
und Prof. Dr. H. Wiendl und Dr. Dr. S. Meuth (Neurologische Universitätsklinik Münster).

Blutplättchen und Gerinnungsfaktoren sind nicht nur für die Blutstillung unverzichtbar, sie spielen darüber hinaus als Modulatoren von Entzündungsprozessen eine bisher wenig beachtete prägende Rolle Wir untersuchen derzeit die funktionelle Bedeutung  von Signalmolekülen der Plättchenaktivierung und deren Interaktionen mit Immunzellen in der EAE und EAN
(in Kooperation mit Prof. Dr. B. Nieswandt, Rudolf-Virchow-Zentrum und
Lehrstuhl für vaskuläre Biologie und
Dr. D. Gailani, Vanderbilt Universität, Nashville, USA).
Eine Projektförderung besteht durch das IZKF Würzburg (Z-4/87).

Komplementär zu den Fragestellungen am nicht-entzündlichen Modell des ischämischen Schlaganfalls (Sektion 1) soll darüber hinaus die funktionelle Rolle des Kallikrein/Kinin-Systems und junktionaler Adhäsionsmoleküle (z. B. JAM-1) für die Blut-Hirn-Schranken (BHS) Funktion und Ödembildung in den genannten Autoimmunerkrankungen untersucht werden. Inwiefern freie Sauerstoffradikale (ROS) an der Pathogenese der EAE und EAN beteiligt sind, wird in Tieren geprüft, bei denen verschiedene NADPH Oxidase Isoformen (z. B. NOX1 und NOX4) genetisch ausgeschaltet sind.
Kooperationspartner in diesem Projekt sind
Prof. Dr. H. Schmidt, CARIM, Maastricht, Niederlande und
Prof. Dr. N. Weissmann, Justus-Liebig-University Giessen.