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Sektion 2: Zelluläres und molekulares Neuroimaging

Zentrales Anliegen dieser Sektion ist die Darstellung von zellulären und molekularen Interaktionen im Nervensystem mittels Magnetresonanztomographie (MRT) am lebenden Organismus.
In den letzten Jahren ist es mittels eisenhaltiger MR-Kontrastmittel (SPIO/USPIO) gelungen, die Einwanderung von Entzündungszellen (Makrophagen) bei Modellerkrankungen des peripheren und zentralen Nervensystems (Nervendegeneration, Schlaganfall, autoimmune Neuritis und Enzephalomyelitis) erstmalig zu erfassen
(Bendszus und Stoll, J Neurosci, 2003;
Kleinschnitz et al., J Cereb Blood Flow Metab, 2003;
Stoll und Bendszus, Neuroscience, 2009).

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der präziseren Erfassung von Störungen der Blut-Nerven- und Blut-Hirn-Schranke (BHS).
In Zusammenarbeit mit der Entwicklungsabteilung der Bayer-Schering Pharma AG, Berlin konnten wir zeigen, dass das neue MR-Kontrastmittel Gadofluorine M dem konventionellen Kontrastmittel Gadolinium-DTPA deutlich überlegen ist, und im Experiment Prozesse wie die Nervenregeneration, die Entstehung entzündlicher Läsionen im PNS und ZNS und plastische Veränderungen besser abbildet
(Bendszus et al., Ann Neurol, 2005;
Bendszus et al, Brain, 2008; Stoll,
Kleinschnitz et al., J Cereb Blood Flow Metab, 2008).
Entscheidend ist dabei die Erkenntnis, dass die Störung der BHS nicht streng mit der Migration von Entzündungszellen assoziiert ist, sondern Zellen unabhängig von einer Schrankenstörung in das ZNS einwandern können (Ladewig et al., 2009).

Derzeit etablieren wir eine neue MR-Bildgebungsplattform zur Zellmarkierung und –identifizierung mit 1H/19F Spektroskopie am Ultrahochfeld-MRT in enger Zusammenarbeit mit Prof. Dr. P. Jakob, Institut für Experimentelle Physik 5 der Universität Würzburg und
PD Dr. Flögel/Prof. Schrader (Düsseldorf).
Das interdisziplinäre Projekt wird durch das IZKF Würzburg (F-25) gefördert.