Deutsch
English
Русский

Mitarbeiter:

Rolle der intraepidermalen Innervation für die Schmerzempfindung

Die intraepidermalen A-delta und C-Fasern haben nozizeptive Eigenschaften. Wir untersuchen im Tiermodell und beim Menschen, wie sich die Faserfunktion nach Nervenläsion bei Neuropathien und neuropathischen Schmerzsyndromen verändert. Hierzu setzen wir die Morphologie der Fasern mit ihrer Funktion in Korrelation und untersuchen die pathophysiologischen Zusammenhänge in mehreren nationalen und internationalen Kooperationsprojekten.

Immunfluoreszenzdarstellung
Abbildung 1
Abbildung 2

Immunfluoreszenzdarstellung der epidermalen Innervation mit einem Antikörper gegen PGP 9.5 in der normalen Rattenpfote (1) und zwei Wochen nach Ischiadicusläsion (2). Mit dem Verlust an Nervenfasern geht eine Vermehrung von dendritischen Zellen einher.

Die Untersuchung der Morphologie der intraepidermalen A-delta- und C-Fasern erfolgt anhand von Hautstanzbiopsien, die auch in die klinische Routinediagnostik bei schmerzhaften und schmerzlosen Neuropathien integriert ist. Unsere Forschungstätigkeit hinsichtlich der Morphologie der intraepidermalen Nervenfasern fokussiert sich v.a. auf die Untersuchung der Korrelation von Schmerz und Nervenfaserdichte in unterschiedlichen neuropathischen Schmerzsyndromen. Desweiteren analysieren wir kutane Entzündung in Korrelation mit Entzündung in den großkalibrigen Nerven bei Polyneuropathien. Die Funktionstestung der A-deta- und C-Fasern erfolgt mittels quantitativer sensorischer Testung (QST). In mehreren Forschungsprojekten untersuchen wir zudem die A-delta-initiierten Schmerzbahnen mittels Schmerz-evozierter Potenziale (pain-related evoked potentials, PREP).