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Zytokine und non-coding RNA bei neuropathischen Schmerzen

Pro-inflammatorische Zytokine spielen eine wichtige Rolle bei der Schmerzentstehung und -aufrechterhaltung. Wir konnten mittels in-vivo Versuchen mit neutralisierenden Antikörpern, durch Einsatz von Pharmaka, die die Zytokinproduktion reduzieren und durch Studien an TNF-Rezeptor-defizienten Mäusen die Rolle von Zytokinen bei neuropathischen und muskulären Schmerzen zeigen.
Ein Befund, der die Relevanz der Zytokinmuster für Schmerzen beim Menschen belegt, war der Mangel an anti-inflammatorischen Zytokinen bei Patienten mit Fibromyalgie-Syndrom – einem generalisierten Schmerzsyndrom. In der Folge konnten wir zeigen, dass pro-inflammatorische Zytokinprofile auch bei schmerzhaften Polyneuropathien und beim komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS) bestehen.

Weitere Krankheitsgruppen werden in Kooperation mit Mitgliedern des Deutschen Deutschen Forschungsnetzwerks Neuropathischer Schmerz  (DFNS) untersucht, insbesondere die Small Fiber Neuropathie und die postherpetische Neuralgie.

Aktuelle Projekte untersuchen der Zytokinebalance durch nicht-kodierende RNAs, insbesondere microRNAs. Franziska Karl und Mathias Leinders, Doktoranden im Graduiertenkolleg ‚Emotions’ und in der GSLS untersuchen die Zusammenhänge zwischen microRNAs, Zytokinen, Schmerz, Angst und Kognition.

Immunhistochemische Darstellung von TNF

Immunhistochemische Darstellung von TNF (rot) im Spinalganglion nach partieller Nervenläsion. TNF-immunreaktive Neurone mit lädierten Afferenzen erscheinen nur rot (Pfeile), solche mit intakten Afferenzen sind durch retrograden Transport von Fluorogold hellrot markiert (Pfeilspitzen).